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Samstag, 22. Dezember 2012

Schreibwut

Ja... ich stelle fest, bei mir ist eine regelrechte Schreibwut ausgebrochen. Das sind dann jene Phasen, in denen ich am liebsten 32456234 Wörter pro Sekunde tippen würde, einfach, weil sich da so wahnsinnig viel in meinem Kopf formt, das unbedingt raus muss, und das beste - es sind sogar Sachen, mit denen ich zufrieden bin. Oft hab ich ja das Problem, dass mir mein eigenes Geschreibsel wie der letzte Schund vorkommt. Da grübel ich hier nach einem anderen Wort, damit das ursprüngliche nicht zum 1235x vorkommt, überlege da, ob das jetzt gerade nicht die völlig falsche Zeitform ist und frage mich, ob ich der absolute, grammatikalische Vollpfosten bin... kurz: ich bin sehr unsicher beim Schreiben. Oft. Oder nennen wir es weniger negativ "Perfektionistin". Okay, nun werd ich vermutlich nie irgendwas schreiben, das man ansatzweise "perfekt" nennen könnte -schließlich bin ich keine Stormy und auch keine Andauril-, aber ich möchte selbst Spaß dran haben, wenn ich meine Kapitel selbst nochmal lese. Ich möchte sie quasi immer wieder anklicken und lesen können, ohne, dass sich mir der Magen umdreht und ich mich fragen müsste "gott, WIE geistig umnachtet warst du denn bitte da?!?". Das gelingt mir eigentlich auch meistens, aber oft sind da trotzdem Stellen, die mir einfach nicht so wirklich gefallen wollen, die ich aber trotz tagelanger Tüftelei und Grübelei einfach nicht anders hinbekomme. Also ja - es gibt durchaus Passagen in meinen Geschichten, mit denen ich alles andere als zufrieden bin und ich denke, dieses Gefühl kennt eigentlich fast jeder Hobby-Autor.

Aber momentan... ja, momentan läuft es einfach gut. Ich bin so froh, dass sich meine kleine FF-Krise (in welcher ich dachte, dass ich das einfach nicht mehr auf die Reihe kriege und mit freien Arbeiten besser fahre auf längere Sicht), doch so schnell aufgelöst hat und ich jetzt mehr Spaß denn je daran habe. Vielleicht sollte ich einfach öfter hier rum-unken, dass irgendwas so rein gar nicht klappt und *schwupps* tritt 2 Tage später das genaue Gegenteil ein :D

Jedenfalls bin ich bei In hiding in wilder Planungs- und Plottingphase, schreibe gleichzeitig natürlich fleißig an den Kapiteln und wo ich am Anfang dachte, dass es sich auf ca. 30-50 Kapitel beschränken wird (je nachdem, ob ich einen oder zwei Monate beleuchte), sind da jetzt Ideen, die vermutlich das doppelte an Menge herausschlagen werden. So wird z.B. das nächste Kapitel (und so viel spoilere ich jetzt einfach mal) nicht etwa den 2. oder gar 3. Oktober beleuchten, sondern nach wie vor den 1. Oktober - nur zu etwas fortgeschrittener Stunde. Und solche Aufteilungen eines einzigen Tages können noch durchaus öfter vorkommen. Ich liebe es einfach, die Hauptcharas nen Seelenstriptease hinlegen zu lassen und wieviel dieser spezielle Charakter hergibt, ist fast schon erschreckend.

Meine liebe Stormy scheint es ja schon zu ahnen, deshalb werde ich auch das jetzt rausposaunen - der erste Besucher scharrt auch schon in den Startlöchern, aber wenigstens werde ich jetzt erstmal nicht verraten, wer das sein wird *wuhihi* Alles in allem bleibt also nur zu sagen - die Story blüht, ich schreib mir die Finger wund und es ist kein Ende in Sicht. Yayness!

Nichtsdestotrotz werde ich meine anderen Stories selbstverständlich auch fleißig weiter schreiben - Sinuvas nächstes Kapitel wächst ebenfalls, die Ideen fürs nächste Uncharted Gedrabble sind auch schon fix und die ersten Absätze des nächsten Fairy Tail Oneshots stehen auch schon. Es läuft, es läuft und zwar so gut, wie ich es schon lange nicht mehr hatte. So macht's Spaß und so soll's sein. Das einzige, wo es ein bisschen hängt - Year after year. Da will momentan einfach nix kommen, aber hey, selbst wenn, ist das auch kein Beinbruch, denn das erste Kapitel kann im schlimmsten Fall dann eben einfach als "Oneshot" stehen bleiben :) aber aufgeben werd ich noch nicht, ich werde mal weiter schauen, ob sich nicht doch noch was tun will.

A propos Drabbles - vorhin (ich weiß nicht mehr in welchem Fandom) bin ich wieder über "etwas" gestolpert, das als Drabble gekennzeichnet ist und DEFINITIV mehr als 100 Wörter hat. Ich hasse es. Was ist für manche SO SCHWER dran zu verstehen, dass ein Drabble EXAKT 100 Wörter hat? Ich werd's nie begreifen. Wenn ich mir nicht sicher bin, dann geb ich den Kram einfach mal bei google ein... ist doch eigentlich nicht so schwer, oder? *hmpf* hm, möglich, dass ich da ein bisschen empfindlich bin, aber andererseits denk ich mir einfach - wenn ich sowas spezielles mache, dann sollte ich auch wissen, WAS ich da mache *seufz*

Nun denn... so viel von mir für heute, ich hau wieder ab ins Dokument und dann wird zur Entspannung n bisschen Little Big Planet 2 gezockt *hihi* einfach eine geniale Abwechslung zu den ganzen Ballerspielen, soooooooooooo putzig und macht unfassbar viel Spaß. DANKE an meine liebe Debbie *knuddel dich* :-)

Sonntag, 25. November 2012

Drabbles vs. lange Geschichten

Manchmal bin ich wirklich sehr unsicher, was jetzt besser kommt. Was mir besser liegt. Was mir mehr Spaß macht. Was die größere Herausforderung ist. Gerade bei letztem Punkt tendiere ich jedoch an 9 von 10 Tagen zu den Drabbles. Erstmal noch zur Erklärung: Drabbles sind Geschichten bzw. Texte, die aus exakt 100 Wörtern bestehen (nicht mehr und nicht weniger). Bestenfalls haben sie dann auch noch eine Pointe (was ich zwar immer versuche, aber bestimmt nicht immer hinkriege, denn ich kann nicht jedem einzelnen Drabble einen überraschenden Schlusseffekt verpassen). Dies zur Klarstellung, da ich leider, leider schon oft über Geschichten gestolpert bin, die in der Kurzbeschreibung oder dem Vorwort zwar als Drabble angepriesen werden, dann aber definitiv keine Drabbles sind. Eindeutig mehr als 100 Wörter (da muss man auch nicht nachzählen, das sieht man) und vermutlich nur deswegen als 'Drabble' bezeichnet, weil sie trotzdem sehr kurz sind. Das mögen dann z.B. 236 Wörter sein etc. Wenn ich sehe, dass jemand so etwas dann als Drabble bezeichnet, könnt ich an die Decke gehen. Wenn ich schon was schreibe, das ich als spezielles Genre angebe, dann sollte ich auch Ahnung davon haben.

Also nochmal ausdrücklich - es ist nur dann ein Drabble, wenn es aus exakt 100 Wörtern besteht. Nur. Dann. Es gibt natürlich auch die Varianten der Double- und Triple-Drabbles, die (wie der Name eigentlich schon sagt) dann aus exakt 200 oder 300 Wörtern bestehen. Soviel also zum 'Technischen'.

Ich weiß noch, wie ich mich an meinem allerersten Drabble versucht habe und ich hatte sofort Blut geleckt. Ich hatte eine Phase, in der ich mich schreibtechnisch ein wenig gelangweilt und nach einer neuen Herausforderung gesucht habe. Und Drabbles sind definitiv eine Herausforderung. Das Wesentliche eines Texts bzw. einer Idee in 100 Wörter zu packen, kann unter Umständen verdammt knifflig werden und wenn ich es dann nach ewigem "Gepuzzle" schaffe und mir dann auch noch von meinen lieben Lesern gesagt wird, dass es gut ist oder dass sie beeindruckt sind, wie man mit 100 Wörtern überhaupt Emotion erzeugen kann, bin ich glücklicher als ein Kind an Heiligabend.

Aber Leute, glaubt mir... was vielleicht so "hoppla hopp" wirkt, weil man es eben in 10 Sekunden gelesen hat - da steckt manchmal wirklich tagelange Arbeit drin. Was ist wichtig, was kann weggelassen werden, was muss/soll ersetzt werden, worauf kann man verzichten etc. ... all das sind Dinge, die einen beim Schreiben eines Drabbles quälen. Und gerade für mich war das am Anfang wahnsinnig schwer, denn eigentlich bin ich jemand, der dazu neigt in seinen Stories rumzuschwafeln. Damals, in meiner Lost Story hab ich z.B. aus einem popligen Ereignis, das andere vielleicht nur mal kurz in nem Nebensatz angerissen hätten, ein komplettes Kapitel von 6 oder 7 Seiten gemacht. Auch in 'Deception' bin ich hin und wieder darauf hingewiesen worden, dass dies oder das ein wenig arg lang war. Ich hatte also immer ein wenig 'Angst', dass sich Stimmung nur dann erzeugen lässt, wenn man möglichst viel schreibt und habe das auch immer so gehandhabt.

Aber seit ich meine ersten Drabbles im AC Fandom auf die Leute losgelassen habe und jetzt auch mein Uncharted 100 Filmzitate Projekt am Laufen habe, bekomme ich eigentlich durchweg positive Reaktionen. Gut, manche merken auch an, dass so kurze Sachen eigentlich nichts für sie sind, doch meist kommt dann die Anmerkung, dass es ihnen trotzdem gefällt - hauptsächlich, weil sie nicht dachten, dass man eben ein kleines Szenario mit nur 100 Wörtern erschaffen kann. Gut, in der Regel mache ich keine einzelnen Drabbles, sondern Drabblereihen, die dann, je nach Anzahl der Drabbles, sogar die Länge eines "normalen" Kapitels erreichen. Vielleicht wirkt es auch deswegen etwas "umfangreicher". Aber die Quintessenz einer Szene bleibt trotzdem bei 100 Wörtern und ich bin immer so wahnsinnig glücklich, wenn ich wieder mal jemanden damit 'begeistern' konnte :-)

Ich habe allerdings auch gemerkt, dass ich nicht nur Drabbles schreiben kann. Ich brauche zum Ausgleich immer wieder auch lange Texte (die ich momentan in meiner Oneshot-Sammlung im FT Bereich schreibe), sonst würde mich dieses 100-Wörter-Arbeiten irgendwann vermutlich wahnsinnig machen *hehe* Manchmal müssen die Dinge einfach noch mehr ausformuliert werden, manchmal passen Drabbles schlicht und ergreifend nicht - man kann sie wirklich nicht auf alles anwenden, bzw. kann man's versuchen, aber bei manchen Dingen würde es in die Hose gehen. Von daher bin ich ganz froh, dass ich beide Möglichkeiten in meinen laufenden Geschichten habe.

Ich habe außerdem festgestellt, dass ich mir durch die Drabbles angewöhnt habe, auch in meinen langen Texten etwas kürzer zu schreiben. Schon ausführlich, aber ich verzichte mittlerweile auf manche Dinge, die ich früher ellenlang breitgetreten hätte. Mit meinem Geschwafel war ich selbst irgendwann nicht mehr glücklich - Stimmung erzeugen schön und gut, aber irgendwann verliert man zwangsläufig Leser, wenn das Lesen langweilig und ermüdend wird, weil man jetzt seitenlang auf einer einzigen Sache rumreitet. Ich denke, inzwischen habe ich ein einigermaßen annehmbares Mittelmaß gefunden und ich bin happy damit.

Würde man mich vor die Wahl stellen - Drabbles oder lange Geschichten... ich könnte mich wirklich nicht entscheiden. Beides hat Vorteile (aber eigentlich kaum Nachteile) - vielmehr ist es so, dass ich die Abwechslung liebe. Und die habe ich :-) An dieser Stelle also nochmal vielen Dank an all jene, die sich auf meine Drabbles bislang eingelassen haben und mich mit ihren positiven Reaktionen motiviert und glücklich gemacht haben :-) Danke, ihr seid die Besten!