Es war ja zu erwarten, dass ich n paar klitzekleine Probleme mit Far Cry haben werde - einfach, weil ich die Ego-Perspektive nicht soooo gewöhnt bin und da schnell hektisch und panisch werde, wenn man eigentlich Ruuuuhe bräuchte. Wie lange ich z.B. für diesen einen, bescheuerten Außenposten gebraucht habe, werde ich hier jetzt nicht öffentlich zugeben... ich hab's zwar allein geschafft, ohne mir ein let's play anzusehen oder nen Walkthrough durchzulesen, aber da ist mir mal wieder grundsätzlich eingefallen, wie oft ich mich eigentlich schon fremder Hilfe bedient habe - was die Frage aufwirft: ist das "fair" oder der totale Beschiss? Gut, ich vermute, ich bin nicht die einzige, die ab und an mal n paar kleine Tipps benötigt, sonst wären die let's plays nicht derart beliebt und kommentiert... aber früher gab's das z.B. nicht. Da musste man irgendwie allein klarkommen oder sich im GANZ großen Notfall tatsächlich das dazugehörige Lösungsbuch kaufen... aber man konnte jedenfalls nicht mal eben ins Netz gehen und sich ne mögliche Lösung anschauen.
Heute ist es fast normal. Die Spiele haben sich extrem weiter entwickelt, sie sind weitaus komplexer und schwieriger geworden. Man muss seine grauen Zellen anstrengen, muss kombinieren, muss geschickt sein und vor allem Durchhaltevermögen beweisen. Jeder von uns kennt bestimmt die gewissen Frustmomente (die mich zum Teil schon davon abgehalten haben, das ein oder andere Spiel durchzuzocken). Stellen im Spiel, die einen wirklich kurz vor den Hirnschlag treiben und mich manchmal schon derart aufgeregt haben, dass ich kurz davor war den Controller an die Wand zu pfeffern - aber mit Karacho. Wie oft habe ich mich z.B. in AC über diverse Missionen aufgeregt... ähm, die Flugmaschine in AC2 war der TOD für mich... da habe ich mir auch ein let's play angucken müssen, einfach, um mir mal ne Richtung geben zu lassen.
Oder auch Uncharted... da habe ich sogar oft auf Hilfe zurück gegriffen, weil ich ohne Tipps einfach hängen geblieben wäre und bei mir ist das so, dass dann wirklich der Spaß flöten geht. Da steh ich dann kurz vorm Kollabieren und beginne das Spiel zu hassen - bei Uncharted ist das nie wirklich passiert, aber es gibt doch Spiele, die mir durch ganz extreme Fruststellen versaut worden sind. Bestes Beispiel ist Darksiders. An sich ein total geniales Spiel. Ich habe es dermaßen geliebt... und dann kam der erste, RICHTIG große Boss... Tiamat. Die mutierte Über-Fledermaus. Mein Hassobjekt Nummer eins. Ich habe Stunden, nein TAGE in dieses Vieh investiert, aber es hat einfach nicht geklappt. Ja, schade eigentlich. So ist Darksiders nach nicht mal der Hälfte für mich vorbei gewesen.
Es ist also klar - es gibt in Spielen sehr viele Fruststellen, wie ich heute ebend auch wieder bei Far Cry festgestellt habe. Noch musste ich nicht im Netz nach Hilfe suchen und hey, darauf bin ich sogar richtig stolz :D Aber ich denke, früher oder später wird es sich nicht mehr vermeiden lassen. Immer, wenn ich mir ne mögliche Lösung angucke, bleibt da ein blöder Nachgeschmack. Ich hab das Gefühl, dass ich bescheiße... mein Bruder sieht das weitaus lockerer, der hat mich sogar völlig entgeistert angeschaut, als ich ihm mal gesagt habe, dass ich EIGENTLICH immer versuche, nen Bogen um walkthroughs zu machen. So nach dem Motto "bist du bescheuert, das GEHT gar nicht ohne walkthroughs!". Mag stimmen, aber komisch fühlt sichs für mich trotzdem an. Ich mag dieses Stolz-Gefühl, wenn ich es allein packe. Aber wie gesagt, manchmal gehts eben einfach nicht anders.
Wie ist das bei euch so? Schaut ihr euch regelmäßig Hilfestellungen an oder versucht ihr das zu vermeiden? Ich für meinen Teil hoffe jedenfalls, dass ich bei FarCry möglichst lange ohne walkthrough durchkommen werde :-)
Und nun verabschiede ich mich wieder auf die Couch und ich wünsche euch einen wunderschönen Freitagabend :-)